Martin's Südamerikareise - erstens kommt es anders und zweitens als man denkt travel blog

Wieder eine araña de rincon

Auf der Fahrt nach Vicuña

In der Kirche von Vicuña

Oscar vor dem Torre Bauer

Im Museum von Vicuña

An der Geburtstagsparty für Oscar (1.von rechts: Oscar, 2. von rechts: Michael)


Das Morgenessen war zwar gut gewesen - es hatte noch ein Schälchen frischen Fruchsalat gewesen, aber für meinen Geschmack hätte es mehr sein können. Nach dem Essen kam es zum zweiten Mal zum Zusammentreffen mit mir und einer araña de rincon, diesmal aber ohne das schützende Glas einer Vitrine. Das "süsse" Ding ¤hatte es ¤ sich auf dem Transportsack an der Seite meines Rucksacks "gemütlich" gemacht. Der Chef des Hauses erledigte das Biest, nicht ohne jedoch Haushaltshandschuhe mit langen Stulpen angezogen zu haben. Diese Spinnenart soll sehr schnell sein, so dass man unbedingt den Überraschungseffekt ausnutzen sollte.

Um etwa ein Uhr fuhr ich dann nach Vicuña mit Ziel der "öffentlichen" Sternwarte Mamelluca. Beim Verlassen des Terminals fragte ich einen jüngeren Chilenen, namens Oscar, nach dem Weg zu einem Hostal oder ähnlichem. Auf dem Weg dahin kamen wir ins Gespräch. Er arbeitete erst seit kurzem in Vicuña als eine Art Wahlhelfer mit linker politischer Ausrichtung. Bald einmal meinte er, dass ich auch bei ihm übernachten könnte. Obwohl ich am Anfang doch einige bedenken hatte - ich wusste ja nicht, wie ehrlich er es meinte - sagte ich dann doch zu, da ich ein gutes Gefühl. Schlussendlich musste ich mir aber auch keine Sorgen machen, da ich seine Freunde kennenlernte, welche ebenfalls ganz normale und nette Leute waren (jetzt im Nachhinein habe ich herausgefunden, dass dies nichts zu bedeuten hatte, da viele Psychopathen und Mörder ganz normale Typen „von Nebenan" waren). Per Zufall hatte Oscar an dem Abend gerade Geburtstag mit vielen eingeladenen Freunden und so kam ich erstens in den Genuss eines wirklich leckeren Asados ("Barbecue"), und zweitens waren die Gespräche sehr Interessant gewesen. Ich bekam eigentlich zum ersten Mal einen tieferen Einblick in das Leben von Chilenen (im Vergleich zur Gastfamilie in Santiago).

Am Nachmittag hatte ich mit Michael, welcher zusammen mit Oscar im selben Häuschen wohnte und ebenfalls in Ordnung war, die Office der Sternwarte Mamelluca aufgesucht, um eine Reservierung vorzunehmen. Wir fanden aber heraus, dass diese erst am Montag wieder geöffnet sein würde. Sein Job war ebenfalls nicht alltäglich: normalerweise war er und seine Begleiter als Grenzwächter auf Pferden an der chilenisch-argentinischen Grenze unterwegs, hoch in den Bergen und fernab von Menschen und Zivilisation, zum Teil für Wochen.

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