Christian & Esther in Südostasien 2010 travel blog

Fuetterung der Raubtiere

Stereo fuettern von Elefanten

Wanderung zu den Hoelen

Baden mit den Locals

Chinesischer Traum.....

im nirgendwo

Wir haben uns gegen dieses 5 Sterne Hotel entschieden

Hier passt doch keiner rein!!!

Esthers neue Freunde

mal richtig "abhaengen"


Kampot war unsere letzte Stadt in Kambodscha, in der wir dann sogar nochmal eine Woche verbracht haben.

Frueher war die Stadt beruehmt fuer ihren tollen Pfeffer, der in keiner guten Kueche von Paris fehlen durfte. In der Umgebung gibt es noch einige Pfefferplantagen und Kampot Pepper ist wohl das gaengigste Mitbringsel aus der Stadt, die auch bei eher wenigen Touristen auf der Reiseroute liegt.

Schade eigentlich, weil die Stadt selbst wirklich gemuetlich ist, man, mal wieder, sehr gut essen kann und in der Umgebung zahlreiche Ausflugsmoeglichkeiten sind.

Wir sind in dern 7 Tagen dort zweimal umgezogen, einmal freiwillig, weil wir unsere letzten Tage in Kambodscha nochmal ein bisschen luxerioeser verbringen wollten. Und dann beim zweiten Mal, weil die Kambodschaner uns zum Abschied zeigen wollten, dass sie genauso daemlich sind, wie wir es immer angenommen haben. Obwohl wir explizit gesagt hatten, dass wir bis zum 17. bleiben wollten, weil frueher unser Visum fuer Vietnam nicht beginnt, kommen die Deppen doch am Abend des 16. an (natuerlich als wir gerade beim Abendessen im hoteleigenen Restaurant sassen) und erklaeren uns, dass wir leider am naechsten Morgen ausziehen muessen, sie haetten vergessen, dass schon vor einem Monat eine Reisegruppe aus Phnom Penh kommt und sie sind ab morgen ausgebucht. Vollidioten.

Naja, letzten Endes haben wir uns dann ein noch besseres Hotel gesucht, selber bloed.

Das wirklich aergerliche war aber, dass dieser unfreiwillige Umzug an Christians Geburtstag war, sodass es nicht moeglich war einen entspannten Tag zu verbringen. Zusaetzlich hatte ich mir am Tag vorher mit irgendetwas vom Markt den Magen verdorben und eine deutsche Travellerin, die wir zwei Tage zovur getroffen hatten, tauchte ploetzlich auf und nahm Christian den halben Tag als Krankenpfleger in Beschlag. Sie war naemlich an dem Abend, als wir zusammen etwas getrunken hatten, auf dem Weg in ihr Guesthouse von zwei Maennern auf einem Moto ueberfallen worden und bei dem Versuch ihr die Umhaengetasche wegzureissen, hatten diese Mistkerle sie ueber die halbe, verdreckte Strasse gezerrt. Die Polizei war wohl so nutzlos wie ein Kropf (Ueberraschung) und das Krankenhaus ebenfalls (wieder: Ueberraschung). Wir haben erstmal unser halbes Verbandsmaterial und jede Menge Jod auf ihr verteilt, bevor der kambodschanische Strasendreck sein Uebriges getan haette.

Alles in allem ein beschissener Geburtstag, der Christans 33 nicht wuerdig war. Am naechsten Tag ging's mir dann gluecklicherweise schon besser, sodass wir zumindest ein richtiges Geburtstagsessen hatten, aber der 16. selbst war wirklich kein guter Tag.

Die Tage vorher hatten wir uns in der Stadt umgesehen, (dummerweise) auf dem Markt lecker gegessen und zum ersten Mal Zuckerrohrsaft ausprobiert (ich glaube der war's), zweimal mit Motos die Umgebung erkundet und einmal einen organisierten Tagesausflug in den Nationalpark in der Naehe unternommen.

Unsere eigenen Touren waren wirklich toll, die Landschaft im Sueden Kambodschas ist wunderschoen und es gibt viele Hoehlen in der Umgebung und einen kleinen Badeort nicht weit weg. Wir waren im Zoo, wo Chrstian schliesslich Elefanten fuettern durfte und haben einen kambodschanischen Sonntagsausflug an eine Badestelle am Fluss gemacht.

Die Tour in den Nationalpark, die in unserem Reisefuehrer als so umwerfend angepriesen wird, war letzten Endes eher ernuechternd, als beeindruckend.

Es stellte sich naemlich heraus, dass auf der Spitze des Berges Bokor, der mit seiner Flora und Fauna den NP ausmacht, ein gigantischer Kasino-, Hotel- und Apartmentkomplex gebaut wird, der den halben Hang einnehmen wird. Und damit die unzaehligen Menschen, die dort erwartet werden (das Hotel allein wird ueber 600 Betten haben) auch bequem den Berg hoch kommen, werden unfassbar breite Strassen gebaut, die an deutsche Autobahnen erinnern. Einige der Haenge sind bereits wieder abgerutscht und dank der vielen Bauarbeiten und Sprengungen, die den ganzen Tag von statten gehen, gab es nur ncoh einen einzigen Wanderweg fuer uns den Berg hoch und, wen wundert's, nicht ein Tier zu sehen. Es war unglaublich deprimierend festzustellen, wie die Kambodschaner ihre wenigen wertvollen Ressourcen meisstbietend verhoekern und nicht genug Verstand aufbringen, um zwei Schritte weiter zu denken. Zum einen sind in der Region kaum Touristen und das kuehlere Klima allein wird sicher keine solchen Horden von Reisenden anlocken koennen. Und zum anderen, sollte sich das Projekt, zumindest finanziell, wider Erwarten doch als profitabel erweisen, dann geht alles Geld nach China, denn natuerlich kommen die Investoren aus dem Reich der Mitte...

Naja, wir haben uns dort trotz allem sehr wohl gefuehlt und sind froh einen so angenehmen letzten Stopp vor der Grenze zu Vietnam gehabt zu haben.



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