Patrizia's and Michael's Big Trip 2010 & 2011 travel blog

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Eine Fahrerlaubnis der Mietagentur fuer Lesotho haben wir nicht, Allrad und eine vorgeschriebene hoehere Bodenfreiheit, haben wir auch nicht. Der einzig oeffentliche Minibus (Toyota Hiace mit in Europa zugelassenen 9 Sitzen) sollte uns spaeter kuehlerrauchend im Schritttempo mit mindestens 17 Insassen samt Gepaeck am Abgund dahinkriechend ueberholen, und kam daher rein „komfort“- und vor allem sicherheitstechnisch absolut nicht in Frage. Esel oder Pferd konnten wir hier auch nicht mieten. Viel Moeglichkeiten gab s fuer uns also nicht mehr, ueber den Sanipass nach Lesotho zu gelangen.

Also machten wir uns eines wunderschoenen, erneut wolkenlosen Tages auf, ins sehr hoch gelegene Koenigreich Lesotho (zw. 2800 – 3400m), mehr als 3000 Hoehenmeter in nur 16 km hin/retour, zu Fuss!

Nette Wanderung dachten wir. Bis Sonnenuntergang wollten wir beim (leicht besorgtem) sehr freundlichen, suedafrikanischen Grenzwaechter retour sein. Die sanft geschwungenen, anfangs geschmeidig irisch gruen gefaerbten Huegel der Drakensberge verlaufen sich in Grand Canyon- artige Gebilde, teils noch gespickt mit Eis und Schnee, robusten Kakteen und den ersten Fruehlingsblumen. In groesserer Hoehe gesellen sich Murmeltiere und maechtige Laemmergeier zu den Beobachtern. Eine Augenweide, diese Landschaft!

Doch die sehr starke Steigung und die immer duenner werdende Luft samt der stets kaelter werdenden Aussentemperatur, setzten unserer (zugegebener Weise zurzeit schlechten Kondition) doch recht zu.

Nach knappen 2 ½ Stunden erreichten wir stark verschwitzt die Passhoehe der „Sanistrasse“ knapp unter 2900m Seehohe.

Unter uns die endlose Weite der unbebauten, in eine Art Staubglocke gehuellten Landschaft. Vor uns das hoechste Pub Afrikas in einem der wohl aermsten Staaten des Kontinents – Lesotho, einem unabhaengigen Staat innerhalb Suedafrikas.

Stein-, Wellblech, Lehmhuetten ohne fliessend Wasser, Strom oder gar Heizung. Die paar Schafshirten in Decken gehuellt, es war 14hoo, strahlend blauer Himmel, eisiger Wind und 5 Grad Celsius. Am Dorfplatz lag ein frisch geschlachtetes, bereits ausgenommenes Schwein zum Trocknen dar, wir erlaubten uns 2 heisse Schokos im Pub.

Bergab, retour nach Suedafrika gings etwas schneller in knapp ueber 1 ½ Stunden. Bei der 30minuetigen Retourfahrt ab der suedafrikanischen Grenze, auf den letzten 9km der steilen, im Schritttempo bekriechbaren Schotterpiste hatten wir Zeit genug den eindrucksvollen Sonnenuntergang zu geniessen.

Ein Traumtag, wir waren (erwartungsgemaess) die einzigen gewesen, welche sich die Strecke zu Fuss antaten, nebst ca. 5 oder 7 Autos an diesem Tag.

Um ein paar Wasserblasen an den Fuessen und einem Muskelkater reicher, betteten wir uns ins home sweet home des wundervollen Cedar B&B s in Underberg.

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