Nina in Malaysia travel blog

Auf dem Kinabatangan River: Heike, ich (und Tony)

Motor-Reparatur auf dem Fluss - sehr vertrauenserweckend!

Kinabatangan River

Daemmerung auf dem Kinabatangan River

Abendstimmung

Unsere Schlafhuette

Der (endlos lange) Weg zum Toilettenhaus....

Schlafender Eisvogel

 

 

Frei lebender Orang Utan

 

Grosser Waran - neben dem wir aus dem Boot aussteigen mussten...

Regen im Regenwald...


Um wild lebende Tiere zu sehen, muss man sich in ihren Lebensraum begeben. Daher hiess es fuer mich: Ab in den Dschungel! Nachdem ich die Blutegel ueberlebt hatte, war ich ja schliesslich fuer alles gewappnet... ;o)

Ich buchte eine Tour fuer drei Tage in einem Wildlife Camp am Kinabatangan River. Der Regenwald dort ist geschuetzt und man kann ueber wild lebende Orang Utans, Nasenaffen, Makaken, Krokodile, Pythons bis zu Elefanten und Nashoernern alles finden - ausser Blutegeln (zumindest in unserem Camp)!

Der Weg ins Camp fuehrte uns auf einem holprigen Weg durch scheinbar endlose Palmoel-Plantagen, die schon fast wie eine gruene Umweltverschmutzung anmuten. Sich vorzustellen, dass fuer diese Riesenflaechen Regenwald abgeholzt wurde, ist echt frustrierend!

Danach gings auf wackligen Booten weiter - wobei unseres schon auf der ersten Fahrt Probleme bereitete... Bereits auf unserer Hinfahrt konnten wir Dutzende Makaken und Nasenaffen beobachten. Besonders die Nasenaffen sind eine lustige Spezies, die mit ihren haengenden Schultern und dicken (Bier-)Baeuchen an Al Bundy erinnern. Keine wirklichen Schoenheiten - aber unglaublich witzig anzuschauen. Leider waren die jeweils so flink, dass es unmoeglich war, ein Foto zu schiessen.

Im Camp angekommen, richteten wir uns in unseren einfachen, tuerlosen Huetten ein und bezogen unsere Matratze unter dem Moskitonetz. Im Camp gab es zwar abends Strom, aber kein fliessendes Wasser. Um die Toilette zu spuelen, oder zu duschen, musste man einen Kuebel mit schlammigen, trueben Wasser schleppen. Auch der Tee oder Kaffe war trueb - aber zum Glueck abgekocht.

Am Abend gings auf die erste Nachtsafari mit dem Boot, wo wir die schlafenden Tiere aufspuerten. D.h. der Guide leuchtete vom Boot aus in das Dickicht und erspaehte (keine Ahnung wie!) die kleinsten Kreaturen. So fanden wir Voegel, Froesche und schlafende Warane.

Der naechste Tag startete frueh mit der Morgen-Safari, eine Bootsfahrt flussabwaerts zu den Orang Utans. Und tatsaechlich entdeckten wir insgesamt drei der frei lebenden Tiere - eins sogar mit Baby! Da diese Menschenaffen einzeln leben, sind sie schwieriger zu entdecken, als die Makaken oder Nasenaffen, welche in Gruppen in den Baeumen rumtoben. Zudem sind sie eher traege und haengen buchstaeblich nur rum. Zum Glueck sind sie ziemlich gross und orange ;o) !

Wenn man flussabwaerts faehrt, ist der Regenwald auf der linken Uferseite geschuetztes Gebiet, waehrend die rechte Seite bis auf einen kleinsten Landstrich (ca. 4m) abgeholzt ist. Ausgerechnet auf dieser Seite leben die Orang Utans - auf vereinzelten Baeumen, voellig isoliert, da sie den breiten Fluss nicht ueberqueren koennen. Obwohl wir durch diese Tatsache die Tiere gut entdecken konnten, war es doch herzzerreissend, diese eindruecklichen Tiere so zu sehen!

Gluecklicherweise waren die Gibbons, die wir dann entdeckten, auf der "richtigen" Seite.

Am spaeteren Vormittag wanderten wir durch den Dschungel, um mehr die kleinen Lebewesen des Dschungels zu entdecken. Es gab riesige Schmetterlinge, viele Tausendfuessler und Spinnen.

Nach dem Mittagessen begann es dann zu regnen - und wie! Es stuermte, blitzte, donnerte und schuettete nur so runter! Damit fiel dann unsere Nachmittagswanderung und -bootsfahrt ins buchstaeblich ins Wasser! Der Regen hoerte auch nicht mehr auf bis zum Morgen. Voellig durchnaesst versuchten wir, die Zeit durchzubringen - aber wenn man die Tier- und Pflanzenwelt nicht entdecken kann, gibt es im Dschungel halt nicht wirklich viel zu tun...

Am naechsten Morgen packten wir unsere klammen Sachen und nach einer weiteren Boot-Safari kehrten wir zurueck zur Zivilisation.

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