Nina in Malaysia travel blog

Ankunft im Regenwald - der seinem Namen alle Ehre macht...

Uncle Tan's Resort

 

Meine Adidas Kampung (Dorf-Adidas) - vollstaendig aus Gummi!

Dschungel-Pret-a-porter: Adidas Kampung und leech socks (gegen Blutegel)

Tree-pit Viper

Travis und "Happybirthday"

Makake

"Wart' mal, du hast da was..."

Long-tail Makaken-Mutter

Makaken-Baby

Orang-Utan Dame

Frau Orang Utan geniesst ihre 15 Minuten Ruhm... ;o)

... mal nachdenklich...

... mal mehr dem Orang-Utan-Klischee entsprechend.


Unmittelbar als ich in Sepilok aus dem Bus stieg, fing es an, wie aus Kuebeln zu giessen - ich war eindeutig im Regenwald angekommen! Ich musste lediglich eine Strasse ueberqueren, dennoch war ich voellig durchnaesst, als ich vor dem Resort ankam. Die Gemeinschaftszone ist offen gehalten und alle Gaeste (ca. 30) beobachteten mich mitleidig, als ich mich tropfnass, mit Sack und Pack, durch den Regen kaempfte. Ich hatte es eigentlich schon unter das Dach geschafft - als ich im letzten Moment auf dem schluepfrigen glatten Boden ausglitt und mich vor versammelter Mannschaft auf den Hosenboden setzte... Toller Start! ;o)

Bald lernte ich Travis kennen, einen Amerikaner, der eine zweite Person fuer einen Nachtspaziergang durch den Regenwald suchte. Ich hatte nichts vor und schloss mich an. Fuer den schlammigen Untergrund hatte ich spezielle Schuhe besorgt, welche wie normale Turnschuhe aussehen, aber vollstaendig aus Gummi bestehen. Gegen die Blutegel montierten wir spezielle "Socken" - die wie Gamaschen ueber die Hose getragen werden und verhindern, dass die Blutegel unter die Hose kriechen und sich festsaugen. Wir sahen wirklich abenteuerlich aus!

Der naechtliche Regenwald bestand hauptsaechlich aus einer Geraeuschekulisse: Zirkaden, die wie knarrende Tueren klingen, Affen, die sich Dinge zurufen und Froeschequaken aus allen Richtungen. Sehen konnten wir eine Tree-pit Viper, die ziemlich toedlich ist (nach einem Biss hat man 25 Minuten Zeit ein Serum zu finden), eine Baumkrabbe, einen Lemur, der gerade den Baum hochkletterte und ein fliegendes Eichhoernchen, welches seinem Namen leider keine Ehre machte. Was wir leider auch sahen (ueberwiegend), waren Blutegel - einer hatte es doch bis zu meinem Bauch geschafft und wollte sich gerade festsaugen. Die meisten konnten wir jedoch dank unseres modischen Blutegel-Outfits rechtzeitig entfernen.

Abends wurden wir durch ein suesses malaysisches Maedchen unterhalten, welches staendig unsere Aufmerksamkeit forderte, aus einem Buch vorgelesen haben wollte und auf alles mit "Happy Birthday" antwortete.

Der Sepilok Regenwald beherbergt noch immer wilde Orang Utans und ist gluecklicherweise geschuetzt. Eine Touristenattraktion ist das Rehabilitation Center, wo verwaiste Orang Utan Babies aufgepaeppelt und wieder ausgewildert werden. Auf speziellen Fress-Plattformen erhalten sie dafuer regelmaessig zusaetzliches Futter, das sie bei Bedarf holen koennen. Touristen duerfen dieses Spektakel aus einiger Entfernung beobachten, wobei die Anzahl der Schaulustigen die Zahl der Organ Utans bei weiter uebersteigt. Das ganze gleicht einem Zirkus. Bei der Fuetterung waren dann auch tatsaechlich drei Orang Utans anwesend - und ca. 100 Touristen... Als aber dann nach der Fuetterung fast alle Touristen schon gegangen waren, gesellte sich eine Orang-Utan-Dame in allernaechster Naehe zu uns. Sie sass auf dem Gelaender der Besucherplattform und posierte brav fuer uns verbliebenen Touristen. Es ist unwahrscheinlich, wie sehr diese Tiere uns Menschen in der Mimik und dem Verhalten aehneln (schliesslich sind sie ja genetisch fast identisch...). Nicht nur liess sie sich durch uns ueberhaupt nicht stoeren, man hatte auch tatsaechlich das Gefuehl, dass sie das Ganze wirklich genoss! Sie schaute brav in alle Richtungen, aenderte regelmaessig ihre Position. Dabei betrachtete sie uns fast desinteressiert (wie ein echter VIP)!

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