Nina in Malaysia travel blog

Die Aussicht von unserem Ressort mit Privatstrand

Unser Strand

Turtle Beach

Ich mutterseelenallein am Turtlebeach

 

 

Sonnenuntergang am Turtlebeach

Die Insel vom Aussichtspunkt aus - in der hintersten Bucht befindet sich...

Unsere Schildkroete legt ihre Eier


Die Perhentian Islands sind einfach traumhaft! Man fuehlt sich wie in einer kitschigen Postkarte: Palmen, unberuehrte Straende und das tuerkisblaue Wasser ist so glasklar, dass man noch weit draussen den Meeresboden sieht. Es ist fast zu schoen, um wahr zu sein!

Auch mit dem Resort habe ich einen Volltreffer gelandet: klein und abgeschieden an einem Privatstrand. Nach einem kurzen Spaziergang durch den Dschungel ist man entweder an einem romantischen, einsamen Sandstrand oder an einem genauso abgeschiedenen, etwas felsigeren Strand mit dem weltschoensten Sonnenuntergang (Turtle Beach).

Passend zur romantischen Lage sind hier meistens nur Paare anzutreffen, aber schon am ersten Abend treffe ich Jan, einen netten Tschechen, der ebenfalls alleine unterwegs ist. Am naechsten Tag unternehmen wir einen Schnorchelausflug, der uns zu einer Schildkroetenbucht fuehrt. Und tatsaechlich: Bereits nach kurzer Zeit sichten wir eine grosse Schildkroete, die friedlich am Meeresboden grast. Immer wieder muss sie zum Luftholen auftauchen - bei dieser Gelegenheit kommen wir ihr so nahe, dass wir sie locker beruehren koennten. Es ist unglaublich, mit welcher Eleganz sich das grosse Tier fortbewegt - waehrend sie einen Flossenschlag tut, zappeln wir uns muehsam ab, um ihr zu folgen. Gleichzeitig laesst sie sich von uns gar nicht stoeren - es scheint, dass sie kaum Notiz von uns nimmt.

Weiter sichten wir einen Stachelrochen und kleine Riffhaie - und natuerlich viele weitere Fische, deren Namen ich nicht kenne...

Aber dem groessten Highlight begegnen wir an unserem letzten Abend. Nachts um zehn machen wir uns mit Stirnlampen auf zur Turtle Beach, dort sollen regelmaessig Schildkroeten ihre Eier legen. Bereits am Abend zuvor waren wir dort gewesen - leider erfolglos. Auch dieses Mal konnten wir nichts auffaelliges entdecken - bis wir ein wiederholtes Rascheln im Gebuesch hoerten. Und wirklich: Dort hatte sich eine Schildkroete bereits eine beachtliche Grube gegraben, so dass sie von vorne nicht mehr sichtbar war. Offensichtlich war ihre Arbeit unglaublich anstrengend, denn sie atmete hoerbar schwer und musste immer wieder eine Pause einlegen. Es war unglaublich faszinierend, bei so einem grossartigen Augenblick dabei zu sein - vor allem, weil wir sie selbst entdeckt hatten und nicht Dutzende von Touristen ringsum standen,um Fotos zu schiessen.

Irgendwann entdeckten wir ein Boot auf dem Meer, das sein Licht direkt auf uns gerichtet hatte. Dieses Boot kam immer naeher und es war offensichtlich, dass es direkt auf uns zusteuerte. Da wir uns darauf keinen Reim machen konnten, war uns das irgendwie unheimlich. Wir traten also den Rueckzug an und fluechteten durch den Dschungel ins Ressort zurueck, um den Besitzer nach seiner Meinung zu fragen. Offensichtlich waren dies Diebe, die nachts Schildkroeten-Eier ausgraben, um sie nachher auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Dummerweise hielt der Besitzer es dann allerdings fuer seine Pflicht, alle anderen Touristen zu wecken, um sie zu der Stelle zu fuehren. Das wars dann also vom ungestoerten Beobachten! Deshalb kehrten wir nicht zurueck und waren ziemlich frustriert, dass unsere Indiana-Jones-maessige Entdeckung ploetzlich eine Touristenattraktion geworden war. Immerhin hatte wir sie fuer eine Stunde fuer uns gehabt - und die Eier waren so sicher vor den Dieben.

Der Aufenthalt auf den Perhentian war insgesamt ein absolutes Highlight. Morgen verlasse ich die Halbinsel und reise weiter nach Borneo!

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