Nina in Malaysia travel blog

Im Town Square der deutlich sichtbare hollaendische Einfluss

Der unuebersehbare Eingang ins Chinatown

Die beruehmten Trishaws von Melaka

Ein "Restoran" in Chinatown

Ein chinesischer Tempel

Die Moschee mit etwas atypischem Baustil

 

 

 


Melaka ist beschaulich und pittoresk - da kommt einiges mehr Ferienstimmung auf!

Zusaetzlich zum typisch malayischen Malaysia-Indien-China-Mix kommen noch hollaendische und portugiesische Einfluesse aus der Kolonialzeit hinzu. Dieses spannende Kulturgemisch wurde auch gebuehrend geehrt, indem Melaka zum Weltkulturerbe ernannt wurde.

Das Chinatown, wo ich uebernachte, ist ueberschaulich und der touristisch interessante Teil laesst sich in einem lockeren 3stuendigen Spaziergang erkunden. Fuer Melaka typisch sind sogenannte Nonyas, chinesische Einwanderer, die sich vor Jahrhunderten mit Malaysinnen verheiratet haben und eine eigene Mischkultur entwickelten. Ein solches Nonya-Haus habe ich heute besichtigt, eine ueberwaeltigenden Pracht! Schwere, dunkle Holzmoebel mit hunderten von Einlegearbeiten mit Perlmutt, vergoldete Schnitzereien und feinstes Porzellan. Ein bisschen wie der malayische Sissi-Palast ;o)

Obwohl der chinesische Teil dominiert, finden sich innert hundert Metern ein chinesischer und ein hinduistischer Tempel sowie eine Moschee. Waehrend ich also im chinesischen Tempel Weihrauchduft einatmete, rief nebenan der Muezzin zum Gebet. Solch ein Nebeneinander an Kulturen und Religionen ist ziemlich beeindruckend....

Mit dem chinesischen Einfluss kamen auch die weniger schoenen Traditionen nach Malaysia. Ich hatte ein interesantes Gespraech mit dem einzige Schuhmacher im Land, der fuer die gebundenen Fuesse der Chinesinnen Schuhe herstellen kann. Fuer wohlhabende chinesische Familien war es naemlich enorm wichtig, dass die Frauen gebundene (verkrueppelte) Fuesse hatte, das war ein Zeichen von Eleganz. Dafuer wurden den 3jaehrigen Maedchen die Fuesse gebrochen und eng gebunden, dass ausser der grossen Zehe alle Zehen unter den Fuss zu liegen kamen. Mit dieser Bindetechnik hoerten die Fuesse auf zu wachsen und blieben ungefaehr 8cm (!)lang. Mit solchen Fuessen konnte man weder stehen noch gehen, sondern musste sich staendig festhalten oder trippeln. Seit Mitte des 20. Jahrhundert wird dies nicht mehr gemacht, aber der Schuhmacher hat noch eine Kundin in Malaysia mit gebundenen Fuessen....

Morgen geht die Reise weiter in die Cameron Highlands zu den Teeplantagen!

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